Kinderarbeitsexperte Benjamin Pütter war zu Gast in Koblenz – Was wir gegen Kinderarbeit leisten können

Koblenz. Obwohl Kinder2000px-BUND-Logo.svgarbeit verboten ist, arbeiten immer noch Millionen von Kindern unter schlechten Bedingungen für Waren, die Konsumenten kaufen. Benjamin Pütter gab einen Einblick, was unter Kinderarbeit zu verstehen ist und berichtete eindrucksvoll von seinen Reisen und seinen Erfahrungen. Kinder arbeiten u.a. auf Müllhalden, in der Produktion von Räucherstäbchen und Zigaretten, in Teppich-Manufakturen sowie in Steinbrüchen. Dies sind nur einige Beispiele, die Pütter bei der gemeinsamen Veranstaltung des BUND Koblenz und des Weltladen Koblenz nannte.

Wer den Berichten von Benjamin Pütter folgt, ist erschrocken über die immer noch auf der Welt stattfindende Kinderarbeit. Die UN Kinderrechtskonvention verbietet Kinderarbeit schon seit Langem und trotzdem ist sie heute noch Bestandteil unserer Konsumwelt. Dass neben der Kinderarbeit oftmals auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz nach einem europäischen Standard verzichtet wird, wissen viele Menschen nicht. Verletzungen mit schlimmen gesundheitlichen Folgen können die Folge sein“, erklärt Achim Trautmann, Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung beim BUND Koblenz.

Benjamin Pütter setzt sich deshalb in den betroffenen Ländern dafür ein, dass Kinder aus diesen Arbeitsverhältnissen befreit werden, ihnen Schulbildung ermöglicht wird und dass Maßnahmen getroffen werden, die das Einkommen der Eltern erhöhen.

Auch wir können unseren Beitrag mit einem bewussteren Konsum leisten und uns vorab informieren, wie unsere Konsumwaren produziert werden. Die Webseite www.siegelklarheit.de gibt uns die Möglichkeit , Siegel zu verstehen und nachhaltig einzukaufen. Dort kann man sich informieren, welche ökologischen und sozialen Standards bei den einzelnen Siegeln beachtet werden! Der Betreiber des Portals ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“, erläutert Trautmann.

Gerade mit Blick auf die 2015 bei der UN Generalversammlung beschlossenen 17 Nachhaltigkeitsziele und deren Umsetzung 2030 herrscht noch Handlungsbedarf. Wenn wir die Ziele Armut beenden, Bildung für alle sowie nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen ernst nehmen, dann müssen wir Kindern überall auf der Welt die Chance auf Bildung geben. Das geht aber nur, wenn die Eltern von ihrem Einkommen leben können und ihren Kindern so der Weg zur Schule nicht verschlossen bleibt“, so Trautmann abschließend.


Weitere Informationen bei: 

Achim Trautmann                    

Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung, BUND Regionalbüro Koblenz                            

E-Mail: achim.trautmann@bund-rlp.de  

Tel.: 0261/97353842