Schmutziger Granit

NGO-Studie untersucht die Arbeitsbedingungen in indischen Steinbrüchen und deckt erhebliche Missstände auf. Doch kaum ein deutscher Abnehmer von Naturstein fühlt sich verantwortlich.

Jetzt ziehen Nichtregierungsorganisationen eine Verbindung von problembehafteten Steinbrüchen gleich zu 33 Unternehmen im Norden, sowohl Zwischenhändlern, als auch finanzierenden Banken und Endabnehmern. 27 davon stammen aus Europa, namentlich aufgelistet in der Studie „Die dunkle Seite des Granits“, die an diesem Mittwoch veröffentlicht wird. Sechs Firmen kommen aus Deutschland. Es gebe noch weitere Unternehmen, die jedoch wegen der schwierigen Datenbeschaffung nicht ermittelbar gewesen seien, heißt es in der Studie der NGOs Stop Child Labour, India Committee of the Netherlands und Kerk in Actie.

In fünf Steinbrüchen wurde der ohnehin niedrige Mindestlohn nicht gezahlt, nirgendwo gab es eine aktive Gewerkschaft. Die Autoren sprechen von eindeutigen Fortschritten bei Kinderarbeit, wenn es um den Abbruch der Steine geht, nicht jedoch bei deren Weiterverarbeitung, die vorwiegend Frauen und Kinder erledigten. Untersucht wurden sechs Weiterverarbeitungsanlagen.

Und komplett: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/arbeitsbedingungen-schmutzigergranit-1.3636197

Hier eine Pressemitteilung zu der Studie: http://www.indianet.nl/pb170823e.html

Und hier die Studie: http://www.indianet.nl/pdf/TheDarkSitesOfGranite.pdf