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Online-Vortrag: Klima(un)gerechtigkeit und Flucht von Mamadou Mbodji

2 Dezember von 18:30

Der senegalesische Referent Mamadou Mbodji ist Vizepräsident der NFI, dem internationalen Dachverband der 1895 gegründeten NaturFreunde-Bewegung mit rund 350.000 Mitgliedern in rund 45 Mitglieds- und Partnerorganisationen. Außerdem ist er Präsident des afrikanischen NaturFreunde-Netzwerkes RAFAN und Mitglied der Steuerungsgruppe des NaturFreunde-KlimaFonds. Mit seinen Vorträgen ist er zwischen Afrika und Europa unterwegs und versteht sich als Brückenbauer zwischen dem Süden und dem Norden.

In dem Vortrag beleuchtet Mbodji die Auswirkungen der Klimakrise auf die Länder Afrikas und die Zusammenhänge mit den Produktionsweisen und Lebensstilen im globalen Norden.

So trage der afrikanische Kontinent lediglich vier Prozent weltweit zum weltweiten Kohlendioxid-Ausstoß bei, müsse jedoch 90 Prozent der Folgen tragen. Etwa die Hälfte der afrikanischen Einkommen stammen aus der Landwirtschaft, weitere nennenswerte Anteile stellen Fischfang und Tourismus. Alle drei Bereiche sind jedoch durch den Klimawandel bedroht.

Hier setzt das Konzept der Klimagerechtigkeit an. Die Verursacher aus dem Westen müssten endlich Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. Das fordern nicht nur die Entwicklungsländer, sondern auch viele NGOs aus dem Westen.

„Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen den Folgen des Klimawandels und dem Anwachsen der großen existentiellen Probleme der afrikanischen Bevölkerung. Wenn es keine Möglichkeit der Verbesserung für die Menschen gibt, ist die logische Folge die Migration“, so Mbodji. Dies geschieht in der ersten Phase nicht in die Ferne, sondern findet im Land selbst statt. Die Menschen wandern vom Land in die Städte ab, mit den Folgen der Übervölkerung, mangelnder Ernährung und Wasserversorgung bis hin zu Seuchen. Erst der zweite Schritt ist die Migration nach Europa oder andere reiche, industrialisierte Gegenden, „zu den Hauptverursachern, wo die Welt rosa erscheint“.

Klimagerechtigkeit umzusetzen hieße letztlich, den Egoismus zugunsten des globalen Südens zu überwinden. „Es geht um Solidarität“, sagt Mbodji.

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Datum:
2 Dezember
Zeit:
18:30
Veranstaltungskategorie:

ELAN-RLP