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Tagung Naturschutz postkolonial – was Schutzgebiete in Afrika mit Kolonialismus und Menschenrechten zu tun haben

19. September 2025 von 18:30 - 21. September 2025 von 13:30

Das Bild der Wildnis Afrikas, menschenlose Steppen, die von Wildtieren bevölkert sind, lockte bereits in der Kolonialzeit Großwildjäger. Schon damals bestimmten Kolonialherren, wer jagen durfte und wer nicht. Diese Gebiete wurden offiziell dem Naturschutz übertragen, lokale Gemeinschaften mussten sich fernhalten. Bis heute gibt es gewaltsame Vertreibungen zur Ausweitung von Parks, die eine wichtige Einkommensquelle afrikanischer Staaten sind. Auch deutsche Akteure sind im Namen des Naturschutzes involviert.

Aufgrund der deutschen Kolonialgeschichte legt die Tagung einen Fokus auf Namibia und Tansania. Sie beleuchtet koloniale Kontinuitäten im Naturschutz, den Widerstand lokaler Gemeinschaften und die Notwendigkeit einer menschenrechtlichen Überprüfung deutscher Unterstützung für internationale Naturschutzprojekte. Mit Vertreter*innen aus Forschung und Zivilgesellschaft sowie der Maasai aus Tansania kommen wir über Herausforderungen und Strategien des Naturschutzes ins Gespräch.

Detaillierte Informationen zur Veranstaltung und die Anmeldung  bis zum 19. August finden Sie hier.