millennium_cup_02Studie zum entwicklungspolitischen Engagement der Kommunen

Engagement Global gGmbH gab in enger Kooperation mit dem Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz eine Studie zum entwicklungspolitischen Engagement rheinland-pfälzischer Kommunen in Auftrag. Die Studie wurde unterstützt durch den Städtetag Rheinland-Pfalz, den Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz und den Landkreistag Rheinland-Pfalz.

Ziel der Studie war es, einen Gesamtüberblick über die Akteure sowie die Themen und Handlungsfelder der kommunalen Eine Welt-Arbeit in Rheinland-Pfalz zu bekommen sowie Erkenntnisse über den zukünftigen Unterstützungs- und Vernetzungsbedarf der Städte und Gemeinden zu erhalten.

 

 

  • Laut der Studie sehen viele Kommunen die enge Verzahnung zwischen Kommunen und der Zivilgesellschaft als Schlüssel für die erfolgreiche entwicklungspolitische Arbeit. Entwicklungspolitisches kommunales Engagement funktioniert vor allem dort, wo BürgerInnen mit eingebunden sind und BürgermeisterInnen als BotschafterInnen gewonnen werden. Vor allem MigrantInnen sind eine wichtige Zielgruppe für die kommunale Entwicklungspolitik.
  • Die Initiative Fair Trade Town ermöglicht unterschiedlichen lokalen AkteurInnen zusammenzufinden, für Eine-Welt-Themen vor Ort zu sensibilisieren und aktiv zu werden. Daher sollte unter rheinland-pfälzischen Kommunen verstärkt für die Fair Trade Town-Bewegung geworben und zur Teilnahme aufgefordert werden.
  • Kommunen wollen die öko-soziale Beschaffung vor Ort verankern. Sie benötigen zur Umsetzung individuelle rechtliche und praxisnahe Beratungs-, Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen. Zudem wurde der Wunsch geäußert, einen landesweiten Runden Tisch zur öko-sozialen Beschaffung zu initiieren und Einkaufsgemeinschaften zu bilden.

Abschließend wird empfohlen eine zentrale Anlaufstelle für kommunales Engagement in der Entwicklungspolitik zu schaffen, die Kommunen in Rheinland-Pfalz mit Informationen versorgt, sie berät und in ihrem Engagement unterstützt.

Mehr Informationen und die Studie als pdf-Datei zum Download finden Sie hier