Peng – ab heute leben wir auf Pump!

Ab dem 1. August 2018 sind die natürlichen Ressourcen aufgebraucht.

Am 01.08.2018 sind alle nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde für dieses Jahr aufgebraucht! Die bis dann verbrauchten Ressourcen hätten ein Jahr reichen müssen, da sie sich in diesem Zeitraum regenerieren. Ab heute überlasten wir die Erde. Der 01. August ist dementsprechend der Erdüberlastungstag. Jedes Jahr rückt der globale Erdüberlastungstag im Kalender einige Tage nach vorne. Wir verbrauchen die natürlichen Ressourcen immer schneller.

Mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion auf dem Gutenbergplatz/Theatervorplatz in Mainz haben die Organisationen die Bundesregierung, die Landesregierung und alle BürgerInnen auffordern, sich für konkrete Maßnahmen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs einzusetzen.„Wir haben den Knall anscheinend noch nicht gehört. Dabei leben wir ab heute für den Rest des Jahres auf Pump und damit auch auf Kosten der jüngeren Generationen. Das kann nicht so weitergehen und deshalb wollen wir heute laut sein und Aufmerksamkeit schaffen für den vernünftigen Ressourcenverbrauch“, erklärt Christiane Steinmetz, Vorsitzende der Bürgerstiftung Pfalz.

„Die Erde besitzt kein unbegrenztes Angebot an natürlichen Ressourcen. Der globale Klimawandel schreitet immer weiter voran. Extreme Wetterereignisse sind Erscheinungen bei uns und besonders im globalen Süden. Dass es einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und den Fluchtursachen von Menschen aus dem globalen Süden gibt, ist heute unbestritten. Wir müssen jetzt handeln und nicht den nachfolgenden Generationen ein unlösbares Erbe hinterlassen“, erläutert Dr. Holger Schindler, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

Ein grenzenloses Wirtschaftswachstum ist auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen nicht möglich. Deutschland ist im Verkehrssektor, bei der Energieversorgung und in der Landwirtschaft kein Vorreiter in Sachen Klima- und Umweltschutz.

„Wenn wir die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die Agenda 2030 ernst nehmen, sollte es verbindliche und nachprüfbare Ziele beim Ressourcenverbrauch geben. Hier sind die Regierungen genauso gefordert wie Unternehmen und wir VerbraucherInnen. Gerade die Minderung von CO2-Emissionen und ein geringerer Verbrauch von Wald- und Ackerflächen sind dringender denn je gefordert, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen“, so Edda Treiber, Fachpromotorin für Umwelt und Entwicklung in Rheinland-Pfalz und Achim Trautmann, Regionalpromotor für öko-soziale Beschaffung der Region Koblenz. „Die notwendigen Veränderungen vor allem im Bereich der Mobilität und Energie sind umfassend. Dieser Strukturwandel muss sozial gerecht gestaltet werden“, ergänzt Dietmar Muscheid, Vorsitzender des DGB Bezirks Rheinland-Pfalz / Saarland.

Zum Hintergrund

Das Global Footprint Network berechnet jedes Jahr den Tag, an dem die Erdüberlastung erreicht ist (Earth Overshoot Day). Dabei werden zwei rechnerische Größen gegenübergestellt: zum einen die biologische Kapazität der Erde zum Aufbau von Ressourcen sowie zur Aufnahme von Müll und Emissionen, zum anderen der Bedarf an Wäldern, Flächen, Wasser, Ackerland und Lebewesen, den die Menschen derzeit für ihre Lebens- und Wirtschaftsweise verbrauchen.

 

Beteiligte Organisationen