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Blickwechsel 2026: Neue Perspektiven auf den Globalen Süden

Seit 2019 setzt sich die Veranstaltungsreihe „Blickwechsel“ für einen Perspektivwechsel hin zu mehr globaler Gerechtigkeit ein. In Kooperation mit FILMZ e.V. (Muschelkino JGU Mainz), Campus Kultur (RPTU Kaiserslautern) und VENGAN e.V., der Staatskanzlei RLP sowie dem Bistum Mainz präsentieren wir in diesem Jahr eine Filmveranstaltung an zwei Standorten mit Kurzfilmen aus Afrika, Asien und Lateinamerika.

Den Blick wechseln

Deutsche Medien berichten oft einseitig über Länder des Globalen Südens – dominiert von Bildern von Krieg, Katastrophen oder Korruption. Doch was bleibt dabei unsichtbar? Die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie spricht von der „Danger of a Single Story“: Wenn eine einzige Erzählung unser Bild prägt, gehen vielfältige Lebensrealitäten verloren.

„Blickwechsel“ will das ändern: Mit ausgewählten Kurzfilmen von Filmschaffenden aus dem Globalen Süden eröffnen wir neue Perspektiven – humorvoll, tragisch, alltäglich oder überraschend. Die Filme laden dazu ein, Sehgewohnheiten zu hinterfragen und Geschichten kennenzulernen, die hierzulande selten zu sehen sind.

Das Programm

Gezeigt werden die Kurzfilme:

„Los domingos no se trabaja“ (Peru)
„Lees Waxul“ (Senegal)
„Further and Further Away“ (Kambodscha)

Die Filme werden in Originalsprache mit englischen Untertiteln gezeigt.

Im Anschluss laden wir zum Austausch und zur Diskussion ein mit:

Nadège Kusanika ist Autorin. Sie ist in der DR Kongo aufgewachsen und lebt seit dem Teenageralter in Deutschland. Chimamanda Ngozi Adichies Beobachtungen zur „Danger of a Single Story“ motivierten sie, ihre eigene Geschichte zu schreiben. Sie ist 2025 unter dem Titel „Unter derselben Sonne“ erschienen. Sie lebt mit ihrer Familie in Bonn.

Dr. Marion Plien forscht und lehrt an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in der Didaktik der Geografie. Ihre Schwerpunkte sind filmische Geografien, die Frage, wie Filme Vorstellungen von Ländern, Landschaften, Gesellschaften und Kulturen prägen, der Einsatz von Spiel- und Dokumentarfilmen im Unterricht sowie antikoloniale und machtsensible Hoffnungspraktiken im Sinne von „Doing hope together“.

Termine & Orte

21. November 2026, 14:30 Uhr (Einlass ab 14:00 Uhr)

UNION Studio für Filmkunst, Kaiserslautern in Kooperation mit der RPTU Campus Kultur

Kerststraße 24, 67655 Kaiserslautern

23. November 2026, 20:30 Uhr (Einlass ab 20:00 Uhr)

Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Muschelkino / FILMZ

Gebäude „Die Muschel“, Raum N2, Johann-Joachim-Becher-Weg 21, 55128 Mainz

Der Eintritt ist kostenfrei. Es sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich. Die Filme werden in Originalsprache mit englischen Untertiteln gezeigt.

Den Flyer finden Sie hier