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Photo Credits: Kathi Krechting
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17 Ziele beim Mainzer Firmenlauf

Bonn/Mainz, 8. September 2017

Unter dem Motto „SDGs bewegen“ wurden am Abend des 7. September 2017, zur Feier von 20 Jahren AGENDA 21, die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele durch die Mainzer Innenstadt getragen. Die Gruppe der rund 30 Läuferinnen und Läufer präsentierte die #17Ziele auf der fünf Kilometer langen Strecke. Mit T-Shirts, Bannern und Schildern machten sie inmitten der insgesamt 7000 Läuferinnen und Läufer auf die nachhaltigen Entwicklungsziele aufmerksam.

Engagement Global Mainz organisierte das Team #17Ziele in Kooperation mit dem Agenda21 Büro der Landeshauptstadt Mainz und mit konzeptioneller Unterstützung von RENN.west.

Den vollständigen Beitrag können Sie hier weiterlesen:

https://www.engagement-global.de/aktuelle-meldung/id-17ziele-beim-mainzer-firmenlauf.html

 

 

Schmutziger Granit

NGO-Studie untersucht die Arbeitsbedingungen in indischen Steinbrüchen und deckt erhebliche Missstände auf. Doch kaum ein deutscher Abnehmer von Naturstein fühlt sich verantwortlich.

Jetzt ziehen Nichtregierungsorganisationen eine Verbindung von problembehafteten Steinbrüchen gleich zu 33 Unternehmen im Norden, sowohl Zwischenhändlern, als auch finanzierenden Banken und Endabnehmern. 27 davon stammen aus Europa, namentlich aufgelistet in der Studie „Die dunkle Seite des Granits“, die an diesem Mittwoch veröffentlicht wird. Sechs Firmen kommen aus Deutschland. Es gebe noch weitere Unternehmen, die jedoch wegen der schwierigen Datenbeschaffung nicht ermittelbar gewesen seien, heißt es in der Studie der NGOs Stop Child Labour, India Committee of the Netherlands und Kerk in Actie.

In fünf Steinbrüchen wurde der ohnehin niedrige Mindestlohn nicht gezahlt, nirgendwo gab es eine aktive Gewerkschaft. Die Autoren sprechen von eindeutigen Fortschritten bei Kinderarbeit, wenn es um den Abbruch der Steine geht, nicht jedoch bei deren Weiterverarbeitung, die vorwiegend Frauen und Kinder erledigten. Untersucht wurden sechs Weiterverarbeitungsanlagen.

Und komplett: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/arbeitsbedingungen-schmutzigergranit-1.3636197

Hier eine Pressemitteilung zu der Studie: http://www.indianet.nl/pb170823e.html

Und hier die Studie: http://www.indianet.nl/pdf/TheDarkSitesOfGranite.pdf

PRESSEMITTEILUNG

Menschenrechte im Wahlkampf: Drei von fünf Parteien scheuen vor notwendiger Gesetzgebung zurück

16. August 2017, Münster/Berlin – Der Großteil der Parteien will von Unternehmen keine menschenrechtlichen Standards verbindlich einfordern, wenn es um die Rohstoffversorgung Deutschlands geht. Zu diesem Schluss kommen vier entwicklungspolitische Organisationen nach einer Wahlprüfstein-Befragung von Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU, DIE LINKE, FDP und SPD. Sie fordern die Parteien auf, Menschenrechten und Umweltstandards konsequent Vorrang vor Wirtschaftsinteressen zu geben.

„Beim Rohstoffabbau werden seit vielen Jahren immer wieder massive Menschenrechtsverletzungen dokumentiert. Doch CDU/CSU, FDP und Teile der SPD nehmen das Thema bis heute nicht ausreichend ernst“, bedauert Michael Reckordt von PowerShift. Diese Parteien wollen wie bisher mit freiwilligen Maßnahmen die Menschenrechte in Lieferketten deutscher Unternehmen schützen. Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD verweisen auf den Nationalen Aktionsplan ‚Wirtschaft und Menschenrechte‘, den die Bundesregierung Ende 2016 verabschiedete. Die vier Organisationen – Christliche Initiative Romero (CIR), INKOTA, Kampagne Bergwerk Peru und PowerShift –  halten diesen Aktionsplan aber für unzureichend, da er lediglich unverbindliche Erwartungen an Unternehmen formuliert. Sie fordern gesetzliche Regelungen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht von importierenden Unternehmen.

Verantwortung auf Verbraucher*innen abwälzen
„Schlimmer noch, FDP und CDU/CSU wollen die Verantwortung gar an die Endverbraucher*innen abschieben. Konsument*innen stehen dafür weder die nötigen Informationen über die Wertschöpfungsketten, noch ausreichend Alternativen zur Verfügung“, sagt Christian Wimberger von der CIR. Löblich sei, dass Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE diese verbindliche Gesetzgebung zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten für Unternehmen fordern. Die SPD hält sich dies offen, falls nicht ausreichend Unternehmen die freiwilligen Maßnahmen des Aktionsplans umsetzen.

Um dem Problem des wachsenden Rohstoffverbrauchs zu begegnen, schlagen CDU/CSU und FDP lediglich Maßnahmen zur Rohstoffeffizienz vor. Das bedeutet, Unternehmen sollen dazu angehalten werden, mit weniger Rohstoffen Wirtschaftswachstum zu erzielen. Hartmut Heidenreich von der Kampagne Bergwerk Peru kritisiert: „Wir brauchen eine absolute Senkung des Rohstoffverbrauchs und klare Zielvorgaben. Denn der enorme Rohstoffverbrauch einiger Industrieländer verursacht in den Abbauländern im globalen Süden gravierende Rechtsverletzungen und Umweltschäden.“ Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE und die SPD teilen diese Ansicht, geben aber in ihren Antworten auf die Wahlprüfsteine keine konkreten Ziele zur Reduktion an.

 „Die Parteien sollten sich eingehend mit den Folgen des Rohstoffabbaus in den Abbauländern auseinandersetzen. Oft sind deutsche Unternehmen in Menschenrechtsverletzungen beim Rohstoffabbau involviert“, sagt Annemarie Kunz von INKOTA. So nahm zum Beispiel der Stahlhersteller ThyssenKrupp in Kauf, dass transnationale Bergbaukonzerne für seine Kokskohle-Lieferungen Gemeinden in Mosambik widerrechtlich umsiedelten. Im Jahre 2012 erschossen Einsatzkräfte der Polizei auf dem Gelände einer Platinmine des BASF-Zulieferers Lonmin im südafrikanischen Marikana 34 streikende Arbeiter*innen.

Die Antworten der Parteien stehen öffentlich auf den Webseiten der Christlichen Initiative Romero und PowerShift zur Verfügung und können von Wähler*innen als Orientierung im Wahlkampf herangezogen werden:
ci-romero.de/wahlpruefsteine
power-shift.de/wahlpruefsteine-zur-bundestagswahl-2017-parteipolitische-positionen-zu-rohstoffpolitik-rohstoffverbrauch-unternehmen-und-menschenrechte/

PRESSE-KONTAKTE:
Christian Wimberger
Christliche Initiative Romero (CIR)
Schillerstraße 44a | 48155 Münster
Tel: 0251 – 67 44 13 21
E-Mail: wimberger@ci-romero.de
 
Michael Reckordt
Koordinator AK Rohstoffe
c/o: PowerShift e.V.
Greifswalder Straße 4 | 10405 Berlin
Tel.: 030 428 05 479
E-Mail: michael.reckordt@power-shift.de
Twitter: @MichaelReckordt

Nachgefragt – die agl macht den Wahlcheck

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 hat die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. die fünf großen Parteien gebeten zu ausgewählten Fragen Stellung zu nehmen, die richtungsweisend aus Sicht der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit im Inland erscheinen.

Sechs Fragen an die Parteien:

1. Stärkung der entwicklungspolitischen Bildungs- und Inlandsarbeit der Zivilgesellschaft

2. Faire, öko-soziale Beschaffung verbindlich etablieren und überprüfen
3. Internationale Verträge nach Nachhaltigkeitskriterien überprüfen
4. Nachhaltigkeit im Grundgesetz verankern
5. Nachhaltigkeit im Gemeinnützigkeitsrecht verankern
6. Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2035

Lesen Sie die Antworten der Parteien hier.

2. Auflage des Textilguides für öko faires Shoppen in Mainz veröffentlicht

Die Faire Stadt Mainz hat Anfang des Jahres einen Textilführer „öko fair shoppen in Mainz“ herausgegeben, der Verbraucher*innen eine Orientierung beim Einkaufen bieten soll. Aufgrund der großen Resonanz waren die 10.000 gedruckten Exemplare der Broschüre „öko fair shoppen in Mainz“ schnell vergriffen. Die zweite aktualisierte Auflage liegt jetzt in den beteiligten Geschäften, den Ortsverwaltungen und den üblichen Stellen in Mainz aus. Die jeweils aktuellste Version ist online unter http://mainz.de/frei…/einkaufen-und-maerkte/fair-shoppen.php bzw. www.fairtrade-stadt-mainz.de zu finden.

 

ELAN-RLP

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